Zum Tod von Jürgen Habermas und Alexander Kluge
„Gerade in der Krise der Aufklärung kann man sich keine Mutlosigkeit leisten.“ So Alexander Kluge in einem Interview in der Zeit (13/2026) zum Tod von Jürgen Habermas. Er denkt dabei laut über die gesellschaftlichen Herausforderungen angesichts autoritärer Tendenzen in der Gesellschaft und angesichts einer Öffentlichkeit in der Krise nach. In diesem Satz kommt ein „Trotzdem“ oder „trotz aller Widernissen“ zur Sprache. Denn die Mutlosigkeit – das Bangemachen – käme einer Selbstaufgabe gleich. Und so hält sich Alexander Kluge, der 70 Jahre ein Weggefährte Jürgen Habermas war, nach seinem Tod an diesen Impuls des „Weitermachens“. Wenige Tage später ist auch Alexander Kluge gestorben.
